Gründungsanleitung

Wie gründet ihr eure „Stadt muss Handeln“?

Vorbereitung:

1. Kontaktiere uns! Schreib uns oder ruf uns an, auch wenn du erst einmal nur dein/euer Interesse bekunden möchtest. Wir unterstützen euch gerne mit unserem Know How und stellen Materialien, wie Textvorlagen, Pressemitteilungen, Flyer, Plakate etc. in unserem Cloudordner zur Verfügung.

2. Wann ist Wahl? In 2 Monaten oder erst 3 Jahren? München muss handeln hat sich 9 Monate vor der Wahl gegründet. Kempten und Landshut stellten sich 5 Wochen vor der Wahl mit einem großen Unterstützerkreis auf. Hamburg muss handeln setzt nun nach der Bürgerschaftswahl einen weiteren offenen Brief auf. Vieles ist also möglich.
Habt bzw. definiert ein Ziel für eure Muss-Handeln Initiative. Wo im (klima-)politischen Feld oder aktuellen Geschehen eurer Stadt könntet ihr mit solch einem Zusammenschluss etwas bewirken?

3. Team: In Hamburg waren es 2-3 Leute, die in vier Monaten einen Kreis von 300 Unterstützern aufgebaut haben. Darüber hinaus wurden zwei große Veranstaltungen durchgeführt, der Klima-Wahl-O-Mat entwickelt. Die Vorgehensweise Unterstützer zu finden kann recht simpel gestaltet sein.
Habt also vor allem Mut für den Start. Wir helfen euch dabei. Für den Start bieten wir euch an uns zu einem regionalen Treffen in eurer Stadt per VideoCall dazuzuschalten und euch einen Input zu geben. Zu diesem Treffen solltet ihr die verschiedensten Initiativen und NGO’s eurer Stadt einladen.

4. Welche Forderungen: Grundsätzlich sollten sich diese an den Pariser Klimazielen von 2015 orientieren. Das globale und damit auch das kommunale Ziel muss sein, Klimaneutralität bereits 2035 zu erreichen, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.
Hat eure Regionalgruppe FFF bereits Forderungen? Wenn nicht, wäre eine Möglichkeit FFF mit den Scientists for Future bzw. Wissenschaftlern/Experten (eurer Unis) zusammen zu bringen, damit sie Forderungen entwickeln.
Damit der offene Brief frühzeitig starten kann, könnten vorerst Hauptforderungen formuliert werden. Wann soll die Stadt klimaneutral sein. Die drei Bereiche Energie, Verkehr und Wärme/Stadtentwicklung sollten dabei abgedeckt sein. Eine gute Orientierung für Hauptforderungen plus ergänzende Maßnahmen bieten die FFF Münster.
Die andere Möglichkeit besteht darin, Forderungen mit Wissenschaftlern/Expterten, aber unabhängig von den Fridays zu entwickeln.

5. Website vorbereiten. Unten findet ihr das Theme zum runterladen. Damit bekommt ihr die Website in einheitlichem Stil. Nach der Installation, wäre dies eine mögliche Struktur:
Startseite „Offener Brief“: Entwickelt diesen für eure Stadt und orientiert euch gerne an unseren Beispielen. Darunter werden die Unterstützer aufgelistet.
Seite „Forderungen“
Seite „Mitmachen„: Orientiert euch an unseren Beispielen
Seite „Über uns“ oder „Fragen?“: Wer seid ihr? Vermittelt den Unternehmen/Organisationen das Gefühl von Transparenz und Sicherheit. In der E-Mail-Anfrage werden folgende Fragen nicht beantwortet, also diese unbedingt vorher auf die Website bringen:
Werde ich als Teilnehmer/Unterstützer zu etwas verpflichtet?
Wer steht hinter eurer Initiative?
Welche Schritte sind geplant?
Ist eure Initiative ein eingetragener Verein?

Antworten zu diesen Fragen findet ihr unter hamburg-muss-handeln.de/ueberuns/

„Impressum/Datenschutz“ und „Newsletter“ anlegen.
Die Website entwickelt ihr im Laufe der Zeit Schritt für Schritt weiter. Grundsätzlich gilt: Weniger ist Mehr! Haltet die Website übersichtlich.
Wichtig: Speichert eure Dateien übersichtlich in eine Cloud ab. Wer hat zu was Zugang etc. regeln.

Die Kernaufgaben um möglichst “Viele” zu werden und eure Muss-Handeln Initiative in der Stadt bekannt zu machen:

1. Unterstützer gewinnen/sammeln/akquirieren.
So gelingt euch ein guter Start:

– Fragt uns nach den Entrepreneurs for Future (E4F) in eurer Stadt. Wir haben die Gesamtliste von etwa 4500 E4F nach Ortschaft sortiert. Damit können wir euch alle E4F eurer Stadt mitteilen. Diese Unternehmen werden in den meisten Fällen eure Unterstützer.
– Habt ihr einen Alnatura oder Denn’s Bioladen in eurer Stadt? Wir haben bereits Ansprechpartner von Unternehmen, die bundesweit Filialen haben, die gerne weitere AmH-Initiativen unterstützen würden.
Listen erstellen: Recherchiert im Netz was es alles an Unternehmen und Organisationen in eurer Stadt gibt. Ihr lernt eure Stadt kennen und versteht sie als ein großes zivilgesellschaftliches Netzwerk, welches bisher noch brach liegt. Achtet auf Partner-/Mitgliederlisten auf den Webseiten der jeweiligen Organisationen/Unternehmen. Listet diese mit
Firmen-/Vereinsnamen, E-Mail-Adresse(n) und Ansprechpartner (wenn dieser klar ist)
in einer Exceltabelle auf.
– Anfangs eher die Kleineren und Unbekannteren (kleinere Vereine, Graswurzelprojekte, Wohnprojekte, Biobäckereien, Geschäfte) auflisten.
– Listet die Regionalen (Filialen/Ortsgruppen/Landesverbände) auf, die bereits bei uns (Hamburg, München, Augsburg etc.) mit dabei sind!
Wenn ihr Listen zusammengestellt habt nehmt Kontakt auf.
Fangt z.B. mit 20-30 E-Mail-Anfragen an und ruft ein paar kleine Betriebe an.
Anfrage per Mail: Nutzt unsere Vorlage für die E-Mail-Anfrage.
Anfrage per Telefon: Ruft viele derjenigen an, von denen ihr keine Antwort erhalten habt (nach ein paar Tagen oder auch Wochen). Bringt in zwei/drei Sätzen die wichtigsten Infos eurer Initiative auf den Punkt und fragt um Unterstützung/Teilnahme. Auch für den Anrufbeantworter/ die Mailbox. Als Vorlage für einen möglichen Text, eignet sich das E-Mail-Anschreiben. Wichtig ist, die Anfrage nochmal per Mail hinterher zu schicken. Dazu fragt nochmal nach der E-Mail-Adresse und eventuell Ansprechpartner.
Es macht natürlich auch immer wieder Sinn vor der gesendeten Anfrage anzurufen. Nur spart es Zeit, denn 20-30 Anfragen am Stück per Mail zu stellen ist weniger zeitaufwändig.
Anfrage auf der Straße: Welches sind die Einkaufsstraßen, Viertel oder (Kultur-)Zentren eurer Stadt in denen „Nachhaltigkeit und Soziales“ nennenswerte Begriffe sind. Besucht sie, geht in die Geschäfte, stellt euch mit eurer Initiative vor (mit Visitenkarte/Flyer). Und auch hier: Schickt Ihnen die Anfrage nochmal per Mail. Fragt dafür nach ihrer Visitenkarte.

In Hamburg machen wir die Erfahrung, dass wir in selteneren Fällen eine Zusage nach bereits der ersten E-Mail erhalten und nur in ganz seltenen Fällen reicht ein Anruf. Selbst nach fester Zusage, ist es scheinbar ein Aufwand, das Firmenlogo zu senden und wird häufig nicht gemacht. Deshalb ist es wichtig sich nochmal zu melden. Oft sind sie dankbar dafür. Auch kann es Sinn machen auf Absagen zu reagieren. Kritik als Lernfeld und oft stecken dahinter auch Menschen/Organisationen die nach Überzeugung die engagierteren Unterstützer werden.

2. Wie macht ihr eure M-H-Initiative und den offenen Brief in der Stadt bekannt?

Das Akquirieren selbst ist bereits wichtige Öffentlichkeitsarbeit. Denn die Idee, Synergien und ein großes Netzwerk der Zivilgesellschaft zu bilden, steckt bereits in vielen Köpfen derer, die ihr anschreibt. Und ihr streut sozusagen die „Umsetzung dieser Idee“ direkt an die richtigen Leute.
Häufig muss durch die Anfrage intern auf Führungsebene entschieden werden, ob sie die Forderungen unterstützen möchten. Das sind wichtige Schritte, um die gesellschaftliche Debatte um FFF und Klimaschutz als Wahlthema zu stärken.
Netzwerke: Viele Organisationen/Institutionen und Einzelpersonen eurer Stadt haben große Verteiler, oder viele Kontakte. Viele unterstützen euch gerne beim Streuen eures Aufrufes bzw. beim Anfragen „Weiterer“. Dazu nutzt bei Zusage/ nach Erhalt des Logos die Antwortmail, in der ihr standardmäßig die Anfrage in Anhang setzt und den neuen Unterstützer fragt, ob er damit „Weitere“ zur Teilnahme aufrufen mag. Auch dazu nutzt unsere Vorlage!
Flyer/Plakate: Ihr werdet einen großen Unterstützerkreis haben, denen ihr Flyer und Plakate schicken könnt. Dazu legt von Anfang an eine Exceltabelle mit den wichtigsten Daten/Adressen eurer Unterstützer an. Wenn ihr das Logo erhalten habt, kopiert die Adresse aus der E-Mail-Fußnote.
Veranstaltungen: Ihr solltet regelmäßig auf klimapolitischen und nachhaltigen Veranstaltungen präsent sein. So bekommt eure Initiative ein Gesicht und es entstehen neue Synergien.
Pressemitteilung: Fragt eure Unterstützer nach deren Presseverteiler. Baut persönliche Pressekontakte auf.
Anzeigen schalten: Euer Unterstützerkreis kann es euch eventuell ermöglichen eine größere Anzeige zu veröffentlichen. So können die Forderungen, eure Wahlprüfsteine und weitere Artikel zu eurer Initiative an großer Tragweite gewinnen. Dazu geben wir euch gerne Tipps.
Newsletter: Schreibt Rundbriefe mit den wichtigsten Infos und Ereingnissen. Auch hier: Weniger ist mehr. Es bleibt spannend, wenn die Übersicht erhalten bleibt.

Zusätzliche Projekte:

Je nachdem wie groß euer Zeitfenster bis zur Wahl ist, könntet ihr bspw. folgende Projekte zusätzlich planen:
Unterstützerveranstaltung: Z.B. zum Kennenlernen und mit Best practice Austausch und World-Café
Wahlveranstaltung: Videomitschnitt aus Hamburg
Wahlprüfsteine, Klimawahl-O-Mat: Beispiel aus München und Hamburg


Theme Installieren

Um neuen Städten schnell und einfach die Möglichkeit zu geben, eine Website in einheitlichem Stil (inspiriert durch „München-muss-handeln“) zu ermöglichen, bieten wir das „Jeder Muss Handeln“-Theme an.

Zum Theme Download

Das Theme ist recht rudimentär aufgebaut. Dies ist vorerst der Prototyp, da es durch die kurze Entwicklungszeit noch nicht ausführlich getestet werden konnte.

In dieser Anleitung beschränke ich mich auf die grundlegenden Einstellungen für das Theme.
Alle anderen Themen wie Hosting, Installation, Migration,Plugins…. würden den Rahmen dieser Anleitung sprengen und sind zuhauf Online zu finden. Für die Zukunft plane ich ein Forum einzurichten um eine Plattform für die Weiterentwicklung zu haben.

Nachdem Ihr die neueste Version vom Theme hier heruntergeladen habt, folgt ihr den Schritten in den folgenden Videos. Falls ein paar Dinge erst mal etwas anders aussehen, lasst euch nicht verunsichern.

Customizer

Im folgendem Video wird die Funktion des Customizers beschrieben.

Hier könnt ihr vor allem erst einmal den text für Euer Logo ändern.
Für die Footer-widgets (Beschreibung weiter unten) gibts noch weitere Möglichkeiten der Einstellungen.

Menü erstellen

Der Moderator ist zwar etwas über motiviert, aber er erklärt hier sehr klar wie es funktioniert. In unserem Theme gibt es bis jetzt nur eine Menü-Position mit dem Namen „Main“, also recht übersichtlich.

Blocks

Die sogenannten „Gutenberg Blocks“ sind relativ neu im WordPress. Hier gibts eine kleine und feine Erklärung.

In unserem Theme gibt es 3 Blocks die einen „Städte müssen handeln“ Schrift-Stil (Farbverlauf) als Einstellung besitzen und deshalb gut von euch verwendet werden können.


Absatz/paragraph:
zeigt einen Absatz mit „Jeder muss handeln“ Farbverlauf
Überschrift/Header:
zeigt eine Überschrift mit „Jeder muss handeln“ Farbverlauf
Galerie:
zeigt Galerie Bilder zentriert zueinander (zugegeben eine etwas kryptische Beschreibung, aber probiert es einfach aus !:-)

Widgets/Footer

Hier erklärt der gleiche Moderator was sogenannte „Widges“ sind und wie sie funktionieren.

Unser Theme hat bis jetzt nur „Footer-Widgets“.(Diese werden ab ca 4:04 erklärt). Da Widgets aber immer gleich funktionieren lohnt es sich, das ganze Video anzusehen.

Zum Theme Download